Geschichte
Die Geschichte von ihren Anfängen, bis, nun, soweit wie der Autor gekommen ist
1996
Januar: Das Hörspiel ist noch lange nicht geschrieben, aber eine professionelle Produktionsmöglichkeit muss natürlich schon im Vorfeld gefunden werden. Da bietet sich ein Besuch bei dem noch in der Planungsphase steckenden lokalen Radiosender radio aktiv an. Gerüchten zufolge soll dort bereits Studiotechnik vorhanden sein.
Schnell entsteht nach dem ersten Besuch die Idee, doch einfach eine Radiosendung zu produzieren. “So schwer kann das nicht sein, wir setzen unseinfach vor das Mikrofon und sind witzig”, so die Grundidee. Welch ein Irrtum!
Februar: Voller Ehrfurcht betreten die selbsternannten Radio-Profis das Studio und sind beeindruckt. Zunächst davon, dass alles doch arg provisorisch ist, aber vielmehr von der Tatsache, dass es gar nicht so einfach ist, hörspiel-artige Beiträge mit mehreren Sprechern angenehm hörbar zusammenzustellen. Diese Erkenntnis führt jedoch nicht zur Resignation, sondern zu zwei wichtigen Entscheidungen:
1. Eine regelmäßige Sendung (und nichts weniger ist das Ziel!) erfordert Übung und Routine. Daher sollen von nun an jede Woche regelmäßig Beiträge und in einem festen Rhytmus komplette Probesendungen produziert werden, um einen möglichst effizienten Produktionsablauf zu finden. Immerhin haben die Macher nebenbei noch ihr Abitur zu vervollständigen, in Supermärkten zu arbeiten und wohen teilweise tief im Wald, so dass an einem Nachmittag in der Woche alle nötigen Schritte inklusive der Produktion der Sendungen - damals sogar zweistündig - und der Beiträge zu erledigen sind.
2. Es sind mehr Sprecher, Schreiber und Techniker nötig. Das Team besteht zu dieser Zeit aus den Gründungsvätern Martin Stratmann und Cornelis Kater und Freunden, die eigentlich nur bequatscht werden, “mal was lustiges zu machen”. Das ist natürlich zu wenig. Daher entsteht schnell die Idee, ein Casting durchzuführen (ja, so etwas gibt es auch schon zu dieser Zeit!), welches sogar umfangreich in der Tageszeitung beworben wird (Dank Helmuth Schehl, dem damals ersten Mitarbeiter bei radio aktiv und schon zu dieser Zeit begeisterten Stammhörer der noch nicht existierenden Sendung, der sich sehr für die jungen Wilden einsetzt und AmoK unter anderem die Casting-Anzeige und später einen ausgesprochen guten Sendeplatz verschaffen wird.)
1995
Cornelis Kater experimentiert zusammen mit einigen Freunden, welche Möglichkeiten die digitale Audiobearbeitung im PC bietet. Schnell ist die Idee geboren: Ein großes Hörspiel soll entstehen. Um es vorweg zu nehmen: Dieses Hörspiel wurde nie produziert und sollte wohl vom Schicksal nur als Vorwand genutzt werden, um das Interesse der zukünftigen AmoK-Macher zu wecken…